{"id":458,"date":"2012-04-20T15:22:05","date_gmt":"2012-04-20T15:22:05","guid":{"rendered":"http:\/\/kunststueckchen.de\/wp\/?page_id=458"},"modified":"2024-08-05T11:18:30","modified_gmt":"2024-08-05T11:18:30","slug":"michael-schnabel-claus-stolz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/neu.kunsthaus-viernheim.de\/?p=458","title":{"rendered":"Michael Schnabel + Claus Stolz"},"content":{"rendered":"<h1>Zartbitter<\/h1>\n<p><strong><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif; font-size: medium;\"><strong>Fotografien von Michael Schnabel + Claus Stolz<\/strong><\/span><strong> <\/strong><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: black; font-family: Arial; font-size: x-large;\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/neu.kunsthaus-viernheim.de\/files\/zartbitter_700.jpg\" ismap=\"ismap\" \/><br \/>\n<span style=\"font-size: medium;\">Er\u00f6ffnung am 20. April 19 Uhr<\/span><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>2 K\u00fcnstler zwischen zart und bitter. Jeder besch\u00e4ftigt sich auf seine besondere Art und Weise mit dem Zwiesp\u00e4ltigen von Naturph\u00e4nomenen.<\/p>\n<p>Der eine, Michael Schnabel, zeigt Berge in Westeuropa als solit\u00e4re Nachtst\u00fccke, die nicht vom Licht, sondern fast g\u00e4nzlich von der Dunkelheit gezeichnet sind. In der Stille der Nacht sucht er das Wesen der alpinen Giganten neu zu ergr\u00fcnden. Der reduzierte Einsatz der Photonen in der Langzeitbelichtung \u2013 exakt auf der Grenze zur Sichtbarkeit \u2013 wird zu seinem bewussten Stilmittel. Er lichtete die Massive nachts ab, bei Schleierbew\u00f6lkung und ohne Mondlicht. Entstanden ist ein neuartiges Bild der Berge mit zarten Strukturen, unwirklicher Ruhe und in bisher nicht gesehener Sch\u00f6nheit.<br \/>\nJenseits erkenntnistheoretischer Betrachtungsweise l\u00e4sst sich \u00fcber diese Bilder zusammenfassend sagen: sie faszinieren durch ihr Anderssein. Diese Fotografie bildet sich selbst ab. Das ist ihr substantieller Bezug zur Malerei. Gemalt verl\u00f6ren diese Bilder ihre Authentizit\u00e4t. Diese Fotos sind elementar. Sie sind.<\/p>\n<p>Der andere, Claus Stolz, betreibt die radikalste Form analoger Fotografie.<br \/>\nEr richtet sein Aufnahmeger\u00e4t nicht auf von der Sonne beschienene Objekte, sondern fokussiert die Lichtquelle selbst. Dabei frisst sich die Strahlung w\u00e4hrend einer Belichtungszeit von wenigen Sekunden bis zu mehreren Stunden in das Filmmaterial ein und zerst\u00f6rt dieses &#8211; nicht v\u00f6llig, sondern wohldosiert. Zeit und Energie hinterlassen als solche ihre Spuren und werden auf ungesehene Weise sicht- und erfahrbar: ureigene Welten unterschiedlicher Farbigkeit und feinster Binnenzeichnung entstehen in den geplatzten, geschmolzenen oder kristallisierten Filmschichten. Wir sehen die lichte und wandzeichnerische Anmutung grotesker Monsterk\u00f6pfe, bizarrer Fratzen, meterhoher Rosetten und surrealer Zellgebilde.<br \/>\nDie \u201eSonnenbr\u00e4nde\u201c &#8211; ein Werkzyklus von Claus Stolz, \u00fcber Jahre gewachsen und einmalig auf der Welt.<\/p>\n<p>Fotografie im Wortsinne&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zartbitter Fotografien von Michael Schnabel + Claus Stolz Er\u00f6ffnung am 20. April 19 Uhr 2 K\u00fcnstler zwischen zart und bitter. Jeder besch\u00e4ftigt sich auf seine besondere Art und Weise mit dem Zwiesp\u00e4ltigen von Naturph\u00e4nomenen. 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